How many roads?

Wie viele Strassen braucht ein Mensch pro Quadratmeter?

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“How many roads must a man walk down before you call him a man?”

frägt Bob Dylan 1962 in seinem Song. Wieviele Strassen müssen wir bauen, bis alle Paragraphen und Verwalter von Reglementen befriedigt sind?

Das Bild aus der Stadt Ilanz zeigt den planerischen Wahnsinn, der entstehen kann aus einer komplexen Kaskade von Vorschriften, die alle einzeln Sinn machen können. Wer hat sich hier auf wessen Kosten verwirklicht?

Bob Dylan sinniert weiter:

“Yes, ‘n’ how many years can a mountain exist
Before it’s washed to the sea?
Yes, ‘n’ how many years can some people exist
Before they’re allowed to be free?
Yes, ‘n’ how many times can a man turn his head
And pretend that he just doesn’t see?”

Und seine Antwort kommt nach jeder Strophe:
“The answer, my friend, is blowin’ in the wind
The answer is blowin’ in the wind”

Auch im veranschaulichten Beispiel der Strassenführung in Ilanz liegt die Antwort irgendwo im Winde verweht.

Hier der komplette Liedtext auf deutsch:

Wie viele Straßen muss ein Mann erst begeh’n,
Bevor du sagst, er sei ein Mann?
Über wie viele Meere muss eine weiße Taube segeln,
Bevor sie im Sande schläft?

Ja, und wie viele Male müssen Kanonenkugeln fliegen,
Bevor man für immer sie bannt?
Die Antwort, mein Freund, sie verweht im Wind,
Die Antwort verweht im Wind.

Wieviele Jahre kann ein Berg besteh’n,
Bevor das Wasser ihn mitnimmt ins Meer?
Ja, und wie viele Jahre können Menschen leben,
Bevor man ihnen die Freiheit schenkt?

Ja, und wie viele Male kann ein Mann sich abwenden
Und behaupten, er sähe einfach nichts?
Die Antwort, mein Freund, sie verweht im Wind,
Die Antwort verweht im Wind.

Wie viele Male muss ein Mann aufschauen,
Bevor er den Himmel sehen kann?
Ja, und wie viele Ohren muss ein Mann haben,
Bevor er die Menschen weinen hört?

Ja, und wie viele Tote muss es geben, bis er merkt,
Dass zu viele Menschen gestorben sind?
Die Antwort, mein Freund, sie verweht im Wind,
Die Antwort verweht im Wind.

Mutige Worte aus der Chefetage

Anstelle von Nettigkeiten und Belanglosigkeiten, hat Franziskus, Bischof von Rom, mit seiner Führungselite eine ehrliche Einschätzung der Situation geteilt. Ich denke, die folgenden Worte sind auch für die Gesellschaft von heute durchaus treffend.

Artwork by Niki  de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
Artwork by Niki de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
  1. Die Krankheit, sich für unsterblich oder unverzichtbar zu halten

„Eine [Organisation], die nicht zur Selbstkritik fähig ist, die sich nicht erneuert, die nicht versucht, sich zu verbessern, ist ein kranker Leib“. Dies sei die Krankheit derer, die sich in Herren verwandelten und sich über allen und nicht im Dienst aller fühlten. Diese Krankheit entstamme oft der „Pathologie der Macht“, dem „Komplex, sich erwählt zu fühlen“, dem Narzissmus.

  1. Die Krankheit des exzessiven Tätigseins

Der Papst nannte diese Krankheit den „Marta-ismus“, Continue reading “Mutige Worte aus der Chefetage”

Brave words from the top

Instead of pleasantries and platitudes, Francis, bishop of Rome, shared with his executive staff an honest assessment of the situation. I think, the following words are applicable to the wider society of today.

Artwork by Niki  de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
Artwork by Niki de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.

The first is “the sickness of considering oneself ‘immortal’, ‘immune’ or ‘indispensable‘, neglecting the necessary and habitual controls. A[n organization] that is not self-critical, that does not stay up-to-date, that does not seek to better itself, is an ailing body. … It is the sickness of the rich fool who thinks he will live for all eternity, and of those who transform themselves into masters and believe themselves superior to others, rather than at their service”.

The second is “’Martha-ism’, or excessive industriousness; the sickness of those who immerse themselves in work, Continue reading “Brave words from the top”