Street Photography

Capturing the Moment

IMG_5952.JPG
The Fountain of Enlightenment (2013). (photo credit: Daniel Comte)

Daniel Comte from Zürich has dedicated his life work as a photographer to street photography. At the age of 50, he received the diagnosis “Alzheimer” – a State in which the entire life seems to exist of Moments, because the memories become more and more difficult to access. Daniel has tried, with the help of his son Anatole, to talk about that experience in a Swiss TV interview (in German).

Yesterday, I had to opportunity to wait at one of the Locations of one of Daniel Compte’s well-known shots. I took the chance to capture the moment. Of course, I have used the camera on my smartphone to recapture the scene at the fountain. Daniel Comte, of course, always carries professional camera equipment.

In honour of Daniel and his work, I have edited the picture with use of the software on the same phone, to recreate the mood of Daniel Comte’s black and white images

IMG_2096.jpeg

IMG_2096-1.jpeg

Advertisements

Street Photography

Das Flüchtige festhalten

IMG_5952.JPG
The Fountain of Entlightenment (2013). (photo credit: Daniel Comte)

Daniel Comte aus Zürich hat sein Lebenswerk als Photograph dem Festhalten des Flüchtigen gewidmet. Im Alter von 50 Jahren erhielt er dann die Diagnose “Alzheimer” – ein Zustand, in dem das ganze Leben flüchtig wird, weil die Erinnerungen immer schwieriger abrufbar werden. Daniel hat mit Unterstützung seines Sohnes Anatole versucht, im Fernsehinterview dazu Stellung zu nehmen.

Gestern hatte ich die Gelegenheit, an einem der Standorte einer solchen Street Photography in Zürich zu warten, und den Moment ebenfalls fest zu halten. Natürlich habe ich das Flüchtige am selben Ort mit der Handycamera geknipst. Im Unterschied zu Daniel Comte, der mit professioneller Kameraausrüstung unterwegs ist.

Zu Ehren von Daniel und seinem Werk habe ich das Bild dann mit Hilfe von Software auf dem Mobiltelefon so bearbeitet, dass das Bild an die Stimmung der Bilder von Daniel Comte erinnert.

IMG_2096.jpeg

IMG_2096-1.jpeg

2.1. Grundverständnis

Auszug aus dem kurzen Projektbeschrieb des Lebens

von Othmar F. Arnold

2.1.1. Die Liebe

le castagne di Bordei
unerschöpflich. bedingungslos. erwartungslos: stark

Gott ist die Liebe. 

Ein provokanter Einstieg – aber ein wichtiger für mich um die Liebe zu verstehen. Heute wird Liebe eher als Ware betrachtet, etwas von dem der Mensch hat und gehalten ist sorgfältig damit um zu gehen, denn eine solche Ressource ist ja irgendwann mal ausgeschöpft – also ja nicht allzu dick auftragen. Das entspricht nicht meiner Sichtweise. Die Liebe ist eben wie das Göttliche – nämlich unerschöpflich. Was limitiert zu sein scheint, ist die menschliche Fähigkeit damit um zu gehen, das heisst die Fähigkeit zu geben und zu empfangen.

Ich habe diese Unerschöpflichkeit konkret erfahren Continue reading “2.1. Grundverständnis”

Osterlachen: “Risus Paschalis”

Easter Laughter

KlosterRappi7

Osterlachen bezeichnet den Brauch, in der Predigt an Ostern die Gottesdienstgemeinde zum Lachen zu bringen. In einigen Regionen war es vom 14. bis 19. Jahrhundert fester Bestandteil des christlichen Brauchtums. Zu diesem Brauch gehörte es, in der Osterpredigt eine Geschichte zu erzählen, die die Gemeinde zum Lachen brachte. Der Grundgedanke des Osterlachens war die Osterfreude zum Ausdruck zu bringen. Das Osterlachen war auch eine lustige Art, ein wenig Kritik an der weltlichen oder kirchlichen Obrigkeit zu üben. Frohe Ostern! (aus Wikipedia)

In some parts of Europe in the Middle Ages, there was an Easter tradition called risus paschalis, or “Easter laughter.”  After Vespers and Benediction, the priest would regale his congregation with comical stories and jokes, often fables with a moral point to make.  After the somber weeks of Lent, the laughter was both a reward and a release.  The tradition died out following the Protestant Reformation, but perhaps it will make a comeback. Happy Easter! (from cathedralliturgy.blogspot.ch)

Hier eine kleine Geschichte zur Illustration:

Der Papst kommt zum Himmelstor und klingelt. Petrus eilt herbei und öffnet. “Gegrüsst seiest du. Wer bist du denn?” “Ich bin der Papst, ich bin dein Nachfolger im apostolischen Amt in Rom” sagt dieser mit einem Anflug von Enttäuschung in seiner Stimme. “Ich habe keine Ahnung wer du bist und wovon du sprichst. Lass mich mal meinen Boss fragen!” Kaum hat Petrus das gesagt, ist Gott der Allgegenwärtige da. “Ja, bitte?” spricht sie den Papst an. “Ich bin der Papst. Ich bin dein Stellvertreter auf Erden.” Gott runzelt ihre Stirn und versinkt in ein kurzes, tiefes Schweigen. Danach sagt sie zum Papst: “Es tut mir leid. Ich erkenne dich nicht und mir ist nicht klar wovon du sprichst. Aber, lass mich mal bei meinem Sohn nachfragen.” Gott sendet eine Instant-Message zu Jesus. Der kommt auch gleich an die Himmelspforte und begrüsst den Papst. Er nimmt ihn zur Seite, erkundigt sich nach dem Anliegen des unbekannten Gastes, und unterhaltet sich mit ihm. Dann kommt Jesus zurück, mit einem grossen Schmunzeln im Gesicht: “Ich war mir nicht bewusst dass dieser Fischer-Verein, den wir vor zweitausend Jahren ins Leben riefen, immer noch existiert!”

A short story to give you an example:

The Pope comes to the Pearly Gates and rings the bell. Peter responds quickly and opens the door. “Welcome to heaven. Who are you, my guest?” “I am the Pope, your successor in the apostolic office in Rome” says the pope with a hint of disappointment in his voice. “I have no idea who you are and what you are talking about. Let me quickly ask my boss!” As soon as Peter finished speaking, God the Omnipresent appeared. “How can I help you?” she said to the Pope. “I am the Pope. I am your representative on earth.” God raises her eyebrows and falls into deep silence for a short time. Then she says to the Pope: “I am sorry. I don’t recognize you and I am not clear what you are talking about. But let me consult with my son.” God sent an instant message to Jesus. He arrives at heaven’s door without delay and greets the Pope. He takes him aside, inquires about his concerns, and engages him in a conversation. After a while, Jesus comes back with a big grin on his face: “I wasn’t aware that the fisherman’s club we formed two thousand years ago was still in existence!”

Related topics:

The significance of the insignificance of self

Die Bedeutung der Geringfügigkeit des Selbst

 

The Gospel of Wealth

Verses 1-4; Translated from Neoliberal

was für eine Schweinerei!
Those who are fine!
dene wos ned guet geit

giengs besser

giengs dene besser

wos scho lang guet geit

those who fare badly

would be better off

would those fare better

that for long had been doing fine Continue reading “The Gospel of Wealth”

Wohlstands-Evangelium

Verse 1-4; Übersetzt aus dem Neoliberalen

was für eine Schweinerei!
Dene wos guet geit!
dene wos ned guet geit

giengs besser

giengs dene besser

wos scho lang guet geit

jenen, denen es nicht so gut geht,

ginge es besser

würde es denen besser gehen

denen es schon lange gut geht Continue reading “Wohlstands-Evangelium”

Taking good care of each other

pass the dice!
Inuit Elders and family members at an afternoon gathering with traditional games and food (Gjoa Haven, Nunavut, Canada)

Last week the Paul Schiller Foundation published the report “Gute Betreuung im Alter – Perspektiven für die Schweiz” (‘Good Care in Old Age – Perspectives for Switzerland’). It shows the need for action in health and social policy for high quality and affordable care for the ageing.

A few weeks before I noticed an article in a regional news paper about the enormous value of volunteer work in Switzerland, an estimated CHF 35 billion. “The majority of informal volunteer work in 2014 is attributable to personal help and care… Personal assistance is the main occupation of informal volunteerism within family networks” (own translation from Freiwilligen-Monitor Schweiz 2016). I considered it to be a joke Continue reading “Taking good care of each other”

Gute Betreuung im Alter

pass the dice!
Inuit Älteste und Angehörige beim Altersnachmittag mit traditionellen Spielen und Speisen (Gjoa Haven, Nunavut, Kanada)

Letzte Woche hat die Paul Schiller Stiftung den Bericht “Gute Betreuung im Alter – Perspektiven für die Schweiz” veröffentlicht. Darin geht es in erster Linie darum, den gesundheits- und sozialpolitischen Handlungsbedarf für eine qualitätsvolle und bezahlbare Betreuung im Alter aufzuzeigen.

Schon vor einigen Wochen habe ich in einer regionalen Tageszeitung gesehen, welche enormen Kosten sich verstecken in der Freiwilligenarbeit, nämlich hochgerechnete 35 Mia CHF. “So entfällt auch im Jahr 2014 der grösste Teil informeller Freiwilligenarbeit auf persönliche Hilfe- und Betreuungsleistungen… Persönliche Hilfeleistungen machen gerade im Verwandtenkreis einen wesentlichen Teil informell freiwilliger Tätigkeiten aus” (Freiwilligen-Monitor Schweiz 2016). Ein absoluter Witz Continue reading “Gute Betreuung im Alter”

To err is human

what is truth?

“To err is human” – many people (of faith) are hardly aware how much they lean towards this human quality when they understand themselves as lifelong spiritual seekers on a path. Among Quakers, the idea of the “absolute perhaps” became established. It is expression for continuous divine revelation and the consequence thereof that we, as humans, can never exactly or definitely know, where truth lies – since God will eventually reveal us more. As it happened for millennia since biblical times.

Continuous revelation as a theological principle is being used today too often as justification for self-indulgent arbitrariness. Continue reading “To err is human”

Irren ist menschlich

what is truth?Irren ist menschlich” – viele (gläubige) Leute sind sich heute wohl kaum bewusst, dass sie sich kräftig dieser menschlichen Qualität zuwenden, wenn sie sich als lebenslange spirituelle Sucher auf dem Weg verstehen. Bei den Quäkern hat sich eine Vorstellung des “absoluten Vielleicht” eingebürgert. Es ist ein Ausdruck dafür, dass sich Gott fortwährend offenbart und dass wir als Menschen nie genau oder abschliessend wissen können, wo die Wahrheit liegt – denn Gott wird uns noch mehr offenbaren. So wie dies über Jahrtausende seit der biblischen Zeit geschehen ist.

Diese theologische Grundhaltung der fortwährenden Offenbarung wird heute allzu oft als Legitimation für Beliebigkeit gebraucht. Continue reading “Irren ist menschlich”

Thoughts on Easter

cropped-dscf42371.jpg

you're asking, how is the resurrection of the dead?

I do not know 

you're asking, when is the resurrection of the dead?

I do not know

you're asking, is there a resurrection of the dead?

I do not know

you're asking, is there no resurrection of the dead?

I do not know

I only know, what you are not asking about:

the resurrection of the living

I only know, what he is calling us for:

to the resurrection in the here and now.

(Kurt Marti)

The last line of this poem by Kurt Marti could also be translated to: “to the standing up in the here and now”, to better convey the intended meaning from the multiple uses of the word “Auferstehung” in the German language.

Kurt Marti excelled in this poem once more in grounding complex metaphysical-religious concepts with simple phrases. He easily brings the reader back to everyday life.  This is great inspiration to me.

Over the past few days, it became clear to me that I continue to be called to support those people in this world, who have difficulty to believe that there can be such thing as a resurrection of the living. These are no infidels and heathens; these are the excluded, the under-priviledged, the marginalized, those affected by the consequences of our wealth and security.

I made myself once more available for consideration for serving another mission with MSF/Doctors without Borders in the foreseeable future.

The article personal impact of working with MSF/Doctors without Borders describes some of the experiences and insights from my mission in 2011. There are more sights and sounds available here: With MSF in Chad.

Ostergedanken

cropped-dscf42371.jpg

ihr fragt, wie ist die auferstehung der toten?

ich weiss es nicht 

ihr fragt, wann ist die auferstehung der toten?

ich weiss es nicht

ihr fragt, gibt’s eine auferstehung der toten?

ich weiss es nicht

ihr fragt, gibt’s keine auferstehung der toten?

ich weiss es nicht

ich weiss nur, wonach ihr nicht fragt:

die auferstehung derer die leben

ich weiss nur, wozu Er uns ruft:

zur auferstehung heute und jetzt.

(Kurt Marti)

Kurt Marti hat es auch in diesem Gedicht geschafft, metaphysisch-religiöse Konzepte in einfachen Sätzen zurück auf den Boden der Alltagsrealität zu holen. Davon lasse ich mich gerne inspirieren.

Für mich ist in den letzten Tagen klar geworden, dass ich immer noch gerufen bin, diejenigen Menschen in dieser Welt zu unterstützen, denen es schwer fällt daran zu glauben, dass es eine Auferstehung der Lebenden geben kann. Nein, das sind keine Ungläubigen; sondern Ausgegrenzte, Unterpriviligierte, An-den-Rand-Gedrängte, Betroffene der Konsequenzen unseres Wohlstandes und unserer Sicherheit.

Ich habe mich deshalb wieder bei MSF/Ärzte ohne Grenzen gemeldet, um in absehbarer Zukunft durch einen Einsatz in einem ihrer Projekt zu dienen.

Der Artikel Arbeiten mit Ärzte ohne Grenzen – Einflüsse auf mein Leben beschreibt Erfahrungen und Einsichten aus meinem Einsatz im Jahre 2011. Auf Englisch gibt es noch mehr zu  sehen und zu lesen: With MSF in Chad

Out of context, period.

A political commentary

brave

Luke 13:25-27

Once the head of the house gets up and shuts the door, then you will stand outside and start to knock on the door and beg him, ʻPOTUS, let us in!ʼ But he will answer you, ʻI donʼt know where you come from.ʼ 26 Then you will begin to say, ʻWe consumed and voted in your presence, and you trumped in our streets.ʼ 27 But he will reply, ʻI donʼt know where you come from! Go away from me, all you evildoers!ʼ

Aus dem Zusammenhang gerissen (ein politischer Kommentar):

Lukas 13:25-27

Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, da werdet ihr dann anfangen draußen zu stehen und an die Tür klopfen und sagen: PRÄSIDENT, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid? 26 So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir haben vor dir konsumiert und gewählt, und auf den Gassen hast du uns gelehrt. 27 Und er wird sagen: Ich sage euch: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Übeltäter.