Veni Creator Spiritus

Pfingsten – Pentecost – Whitsun Sunday

Gregorianischer Pfingstgesang ‘Veni Creator Spiritus’ (Rabano Mauro, 9. Jh.) gesungen anlässlich der SonntagsStille, Pfingsten, 20. Mai 2018 von Othmar Ferdinand Arnold in der Kirche Tenna, Schweiz

Gregorian Chant by Rubano Mauro (9th cent.) ‘Veni Creator Spiritus’, sung by Othmar Ferdinand Arnold on Whitsun Sunday 2018 in the church of Tenna, Switzerland.

Pfingsten ist im Kirchenjahr ein Festtag der alle Menschen, alle Gläubigen daran erinnert, dass alle einen göttlichen Auftrag haben im Leben. Dieser Leistungsauftrag verlangt von einem jeden Menschen, Feuer und Flamme zu sein für das, woran er oder sie als Einzelne und als Gemeinschaft glauben, für unsere tiefsten Überzeugungen.

Aus kirchlicher Sicht wird dieser Auftrag in der Verkündigung der biblischen Botschaft wahrgenommen. Für andere Menschen geschieht diese Verkündigung durch ein achtsames Leben im Dienste der Nächsten: “Predige die frohe Botschaft immerzu – im Notfall brauche auch Worte”, ein Zitat, das Franz von Assisi zugesprochen wird.

Das Pfingstfest erinnert uns auch daran dass wir als Menschen trotz aller Diversität unzertrennlich zusammengehören, uns verstehen können, und einen gemeinsamen göttlichen Auftrag haben.

Pentecost is a feast day that reminds all people, all believers, that we do have a spiritual mission in life. This divine service order calls every person to be a fiery witness for their faith, for their deepest convictions, as individuals as well as a community.

From the church’s point of view, this mission is fulfilled in the proclamation of the biblical message. For other people this proclamation is made through a mindful life in the service of one’s neighbor: “Preach the good news all the time – in an emergency also need words”, a quotation attributed to Francis of Assisi.

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2.1. Grundverständnis

Auszug aus dem kurzen Projektbeschrieb des Lebens

von Othmar F. Arnold

2.1.1. Die Liebe

le castagne di Bordei
unerschöpflich. bedingungslos. erwartungslos: stark

Gott ist die Liebe. 

Ein provokanter Einstieg – aber ein wichtiger für mich um die Liebe zu verstehen. Heute wird Liebe eher als Ware betrachtet, etwas von dem der Mensch hat und gehalten ist sorgfältig damit um zu gehen, denn eine solche Ressource ist ja irgendwann mal ausgeschöpft – also ja nicht allzu dick auftragen. Das entspricht nicht meiner Sichtweise. Die Liebe ist eben wie das Göttliche – nämlich unerschöpflich. Was limitiert zu sein scheint, ist die menschliche Fähigkeit damit um zu gehen, das heisst die Fähigkeit zu geben und zu empfangen.

Ich habe diese Unerschöpflichkeit konkret erfahren Continue reading “2.1. Grundverständnis”

Keine Abfertigungshalle für die Ewigkeit

Project per ina chasa da tgira «Alte Sennerei»

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Radio RTR hat am letzten Freitag einen Beitrag über das Projekt “Alte Sennerei” in Tenna auf romanisch ausgestrahlt. Damit können wir die regionale Bevölkerung über Kultur- und Sprachgrenzen hinweg erreichen.

Hier geht es zum Beitrag Project per ina chasa da tgira «Alte Sennerei»

Please follow the link above to hear a story about the Tenna Hospice project in Romansh language which is still spoken widely in the Surselva region. Tenna is located in a German speaking valley, however many regional services operate in this intercultural environment with divers cultures and languages.

«ärgruanä»

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De, we naa mä lengä Winter entli dr Schnee schmilzt und ünschi Wisä wider ärgruanend, wil au bin ünsch uf Tenna dr Früelig erwachet. Nid nun uf dä Wisä faats denn aa blüjä, nei, au im eintä oder anderä Häärz siis um diä Ziit schon ärgruaned und frii än huufä Verliabti versprächend schi äs läbälengs Zämäbliibä. Wenn s de aber au dsamt allnä Blüescht und rosärotä Wolchä naa mä Wiili gliich ds eint- oder andermal zu mä zümftigä Gwitter chomi, de sii das nit halb sövel böösch.

Äsiä bruuchts halt än Blitz zum duuchli Wolchä teilä, und ooni Rumplä geit keis Uuliab us dr Wält. Denn iss nun guat, wenn s ättä noch äs Gwitter git, wa alls widrem in dä Senkel stellt. «Diä ärgruanend de scho wider», het üns Müeti albig gseit, wenn sch äswaa tonderli gstrittä heind, und meischtens het sch rächt berchoo.

Continue reading “«ärgruanä»”

Taking good care of each other

pass the dice!
Inuit Elders and family members at an afternoon gathering with traditional games and food (Gjoa Haven, Nunavut, Canada)

Last week the Paul Schiller Foundation published the report “Gute Betreuung im Alter – Perspektiven für die Schweiz” (‘Good Care in Old Age – Perspectives for Switzerland’). It shows the need for action in health and social policy for high quality and affordable care for the ageing.

A few weeks before I noticed an article in a regional news paper about the enormous value of volunteer work in Switzerland, an estimated CHF 35 billion. “The majority of informal volunteer work in 2014 is attributable to personal help and care… Personal assistance is the main occupation of informal volunteerism within family networks” (own translation from Freiwilligen-Monitor Schweiz 2016). I considered it to be a joke Continue reading “Taking good care of each other”

Gute Betreuung im Alter

pass the dice!
Inuit Älteste und Angehörige beim Altersnachmittag mit traditionellen Spielen und Speisen (Gjoa Haven, Nunavut, Kanada)

Letzte Woche hat die Paul Schiller Stiftung den Bericht “Gute Betreuung im Alter – Perspektiven für die Schweiz” veröffentlicht. Darin geht es in erster Linie darum, den gesundheits- und sozialpolitischen Handlungsbedarf für eine qualitätsvolle und bezahlbare Betreuung im Alter aufzuzeigen.

Schon vor einigen Wochen habe ich in einer regionalen Tageszeitung gesehen, welche enormen Kosten sich verstecken in der Freiwilligenarbeit, nämlich hochgerechnete 35 Mia CHF. “So entfällt auch im Jahr 2014 der grösste Teil informeller Freiwilligenarbeit auf persönliche Hilfe- und Betreuungsleistungen… Persönliche Hilfeleistungen machen gerade im Verwandtenkreis einen wesentlichen Teil informell freiwilliger Tätigkeiten aus” (Freiwilligen-Monitor Schweiz 2016). Ein absoluter Witz Continue reading “Gute Betreuung im Alter”

Lenten Meditations

Betrachtungen zur Fastenzeit

I invite you again this year to take some time to think about God and the world, or maybe mostly about the world, using the ten panels of the Passion of Christ fresco in the little church of Tenna, Switzerland. Click on each of the images to open a new window with a respective impulse text.

Für eine deutsche Fassung, folge diesen Link: Betrachtungen zur Fastenzeit

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Passion of Christ fresco (Garden Gethsemane), Kirche Tenna, GR, about 1408, unknown artist

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Betrachtungen zur Fastenzeit

Lenten Meditations

Auch dieses Jahre lade ich dich ein, anhand der zehn Bilder des Passionszyklus in der Kirche Tenna Zeit zu nehmen und mit den Impulsen nach zu denken über Gott und die Welt (oder vor allem über die Welt). Klicke auf ein einzelnes Bild, dann öffnet ein neues Fenster mit einem Impulstext zum jeweiligen Bild.

For an English version, please click here: Lenten Meditations

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Passionszyklus (Garten Gethsemane), Kirche Tenna, GR, um 1408, unbekannter Künstler

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Nightlife in Tenna

Tenner Nachtleben

Tenna under the full moon

Eine helle Mondnacht lud heute ein zum Nachtskifahren am Solarskilift (interessanterweise funktioniert der auch bei Mondenschein!), zu nächtlichen Schneeschuhtouren auf das Tenner Kreuz, oder einfach zum Verweilen und Betrachten der Ruhe und Stille im Luft- und Höhenkurort Tenna.

Tonight we had ideal conditions to do some moonshine skiing at the solar-powered ski lift (which seems to work just fine at night!), or to a nighttime snowshoe trek to the Tenner Kreuz viewpoint, or to simply sit back, relax, and enjoy the peace and quiet in Tenna high above the Safien Valley.

The rest of the world, at least according to the news media, was obsessing over the super-blue-blood moon and the lunar eclipse that was not visible from here. Is it no longer possible for us human beings to simply appreciate beauty when it presents itself; to enjoy a night with a full moon, simply because the local conditions invite to do so?

Der Rest der Welt, wenigstens in den Medien, ereiferte sich über den Super-Blue-Blood Mond und die von hier aus nicht sichtbare Mondfinsternis. Ist es heute nicht mehr möglich, Schönheit zu erkennen, wenn sie sich präsentiert; eine Vollmondnacht zu geniessen, weil die örtlichen Bedingungen dazu einladen?

Night scenery with plenty of moon light

black in black - silhouette of Tenna against full moon

 

 

Entschleunigt Leben

Living at a slower pace

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Grüsse aus Tenna, das seit heute Nachmittag wegen grosser Lawinengefahr von der grossen weiten Welt abgeschnitten ist!

Schon vor ein paar Tagen habe ich diese Bild geknipst und mir gedacht, dass die grossen Schneefälle den Einheimischen und den Gästen die Gelegenheit geben, es ruhiger und gemütlicher zu nehmen. Nun brauchen wir uns definitiv keine Gedanken zu machen über Termine und Verpflichtungen da draussen…

Greetings from Tenna! As of this afternoon we have no road connection to the outside world due to the high avalanche danger.

A couple of days ago I took the above picture, thinking that these heavy snowfalls give the villagers and guests the opportunity to take it easy and more relaxed. Now, there is absolutely no need anymore to worry about appointments and commitments in the “outer world”…

Update:

 

 

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Safierstrasse – our highway…, 4. Januar 2018 (photo credit: Thomas Buchli)

Update 2: Nach dem Sturm – after the storm!

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“Vollmond” in eisiger Nacht – A full moon over frozen ground (January 5th, 2018)

Adventsfenster Tenna 2017

An den kurzen Tagen im Advent wird jeden Tag ein Lichtlein mehr in unser Dorf gebracht. Die Landfrauen von Tenna laden alle Bewohner und Gäste wie jedes Jahr ein, sich auf einem stimmungsvollen Adventsspaziergang an den vielen Adventsfenstern im Dorf und den Fraktionen zu erfreuen.

Für diejenigen, die keine Gelegenheit selber von Haus zu Haus zu gehen in Tenna, hier eine Zusammenstellung der verschiedenen Beiträge; klick auf die Bilder um sie grösser zu sehen.

 

What lies beyond

 

A meditative video on the transitioning from this world. Palliative Care and the hospice movement make it possible to live with dignity to the last moment. What lies beyond, remains a mystery – until then.

Ein meditatives Video zum Übergang von dieser Welt. Palliative Pflege und die Hospiz Bewegung ermöglichen es, bis zuletzt in Würde zu leben. Was uns jenseits erwartet, bleibt uns verborgen – bis dann.

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In support of Tenna Hospice Association – zur Unterstützung des Vereins Tenna Hospiz.

tennahospiz.ch

Crowdfunding Platform: http://www.lokalhelden.ch/fundament-tenna-hospiz

Video by Othmar F. Arnold, shot on location in Tenna, Safiental

Music by Michael Lucarelli, based on the theme “Stairway to Heaven” by Led Zeppelin (http://www.michaellucarelli.com)

Crowdfunding Experiment

Der Verein Tenna Hospiz wagt sich, auf Anraten der jüngeren Mitglieder, einen Teil der Finanzen um das Projekt Tenna Hospiz realisieren zu können, über eine Crowdfunding Kampagne zu sammeln.

Hier unser Trailer:

Für deutsche oder englische Untertitel, wechsle die Einstellungen am unteren Rand des Videos.
for English or German subtitles, please choose from the settings bar.

Die Kampagne ist bei www.lokalhelden.ch aufgeschaltet. Wir suchen deine Mitarbeit: Erstens müssen wir rechtfertigen, dass die Kampagne auch gefragt ist. Das heisst wir müssen mindestens 100 Fans mobilisieren, die kund tun, dass sie die Idee und das Vorhaben wichtig finden. Erst dann wird die Finanzierungsphase frei geschaltet.

Also, auf geht’s:

  1. www.lokalhelden.ch  anwählen. Am oberen Rand ‘anmelden/registrieren’ anklicken. ‘Registrieren’ wählen in der Dialogbox.
  2. Auf der nächsten Seite mit Name, einer E-Mail Adresse und einem Passwort registrieren.
  3. Schön dass sie da sind: Lokalhelden schickt dir eine E-Mail mit dem Aktivierungs-Link. Im E-Mail ‘jetzt bestätigen’ anklicken.
  4. Jetzt kommst du zurück auf http://www.lokalhelden.ch. Am oberen Rand wiederum ‘anmelden/registrieren’ anklicken. E-Mail Adresse und Passwort eingeben und ‘Anmelden’ wählen in der Dialogbox.
  5. www.lokalhelden.ch/fundament-tenna-hospiz die Webseite des Projektes “Fundament Tenna Hospiz” anwählen und “Fan werden” drücken (oder sonst wie durchblicken mit Postleitzahl 7106…
  6. wenn alles geklappt hat, erhöht sich die Zahl der Fans um 1! Bravo und ein herzliches Danke schön für deine Unterstützung.

Natürlich werden wir die Menschen, die uns unterstützen auch über den weiteren Verlauf der Kampagne informieren.

Screenshot

Es gibt natürlich auch viel Information zum Projekt und der Schwarmfinanzierung auf dieser Webseite.

The Tenna Hospice Association has initiated a crowdfunding campaign to boost the financing for the Tenna Hospice project. We are using a Swiss website, and the content is in German only. However, you can set English subtitles to our promotional video.

We need you: please register and log in at www.lokalhelden.ch, and become a fan of the project “A foundation for the Tenna Hospice”. We need  at least 100 fans as soon as possible in order to start the actual funding phase of the campaign.

The crowdfunding platform will accept credit card payments. For other international donations, please contact the Tenna Hospice Association. There is a contact form on the website!

There you can find more information about the project in English: Tenna Hospice Association

Working in Aboriginal communities: What kind of health are we promoting?

DSC01493.JPGWorking in Aboriginal Communities: What Kind of Health are we Promoting?

In this paper, I will explore the paradoxes and dilemmas embedded in intercultural health care practice. It is the intent of this work to reflect on theories and practices of Western-trained health care providers, consider the implications of our practice in an intercultural environment, and accept the invitation to the visitors on Aboriginal territory by Umeek to find guidance in scholarship from the world views as handed down over generations in First Nations creation stories (Atleo, 2004) to explore an Aboriginal understanding of health and health promotion.

Othmar F. Arnold, unpublished manuscript, University of Victoria BC, 2004

Individual beings are designed to help one another in order to fulfill the requirements of wholeness, balance and harmony, interconnection, and interrelationality. Therefore, to practice vanity as a lifestyle can be destructive. (Atleo, 2004, p. 35)

In the traditional Cree language of the Whapmagoostui, there is no word that translates directly into health (Adelson, 2000). In many Aboriginal worldviews, health is a desired state of the universe (Atleo, 1997). In our North-American context, it seems that health as an abstract and isolated concept that can be discussed and analyzed in a pure scholarly manner, a standard that needs to be achieved, is a phenomenon imported by the European colonizers of the continent. In the European tradition, physical and mental health are researched and discussed at least since the ancient Greek times. Since health is mostly defined as a state of physical and mental wellbeing, and therefore linked to the absence of disease and illness, it is associated with the biomedical sciences (Anderson & Reimer Kirkham, 1999). However, only within the last century was the medical profession successful in appropriating the definition of health and therefore dominating the health care system. Continue reading “Working in Aboriginal communities: What kind of health are we promoting?”