Die grosse Befreiung

Die grosse Befreiung

Nun hab ich’s doch gemacht!

Auch in meiner anderen Heimat habe ich die Altersrente und die Auszahlung der Gelder der Pensionskasse beantragt. Eine Akkumulation der Letzteren konnte ich nicht komplett vermeiden in meiner werktätigen Lebenszeit, zu üppig war zeitweise mein Erwerbseinkommen.

Seit fast zwanzig Jahren arbeitete ich konsequent auf das Ziel hin, in freiwilliger Armut zu leben. Hypotheken abbezahlen. Konsumkredite eliminieren. Einkommen reduzieren. Bewusst ausgeben. Ängste abbauen und gesellschaftliche Erwartungen überwinden.

Nun werde ich das Referenzalter erreichen. Ich habe den Liegestuhl bereit, werde mein vollzeitliches Ehrenamt weiterführen und auch die nächsten 1’000 Tage täglich 12 – 14 Stunden für Kost und Logis im Einsatz stehen für ein “Leben auf hohem Niveau“.

Mit den beiden Teilrenten werde ich meine persönlichen Ausgaben ausserhalb der Wohngemeinschaft für den letzten Lebensabschnitt, Krankenkasse, Spenden, Reisen, Telefon, usw. finanzieren. Die Pension werde ich in einem sozialen Unternehmen investieren, mit Zinsverzicht.

Meine Wirtschaftsleistung wird bescheiden bleiben, doch in Zeiten des Krieges ist das meines Erachtens sehr angebracht. Friedensarbeit ist die beste Vorsorge!

Denn ich möchte nicht mit privilegierten Ansprüchen und verschwenderischem Lebensstil der Allgemeinheit zur Last fallen. Möge mir gegeben sein, auch diese Vision als kleines Licht im globalen Dunkeln leben zu können.

Freedom, after all

Well, I’ve finally done it!

I’ve also applied for my old-age-pension and the payout of my retirement-fund savings in my other home country. I couldn’t completely avoid accumulating the latter during my working life; my earned income was at times simply too high.

For almost twenty years, I have been working consistently towards the goal of living in voluntary poverty. Paying off mortgages. Eliminating consumer loans. Reducing income. Spending mindfully. Overcoming fears and societal expectations.

Now I am about to reach retirement age. I have my deckchair ready; I will continue my full-time voluntary work and, for the next 1,000 days, will be on duty for 12–14 hours a day in exchange for room and board, in the service of a “living at a high level”.

With the two partial pensions, I will finance my personal expenses outside the shared accommodation for the final stage of my life: health insurance, donations, travel, telephone, etc. I will invest the retirement funds in a social enterprise, waiving the interest.

My economic contribution will remain modest, but in times of war, I believe this is entirely appropriate. Peace work is the best provision.

For I do not wish to be a burden on the general public with privileged demands and a wasteful lifestyle. May I be granted the chance to live out this vision as a small light in the global darkness.

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