Ankunft – Arrival #2

(English translation below)

Schon seit Tagen bin ich am Ankommen hier in der Schweiz. Ich hatte ja keinen napoleonischen Einzug geplant oder vorgesehen. Und es war trotzdem ein einzigartiges Erlebnis:
Von Mainz aus bin ich im Hochgeschwindigkeitszug dem Rhein entlang Richtung Schweiz gefahren. Das steht im Widerspruch zu meiner Absicht des langsam Reisens. Doch irgendwie hatte ich nach dem erholenden Aufenthalt in Mainz das Bedürfnis anzukommen. Natürlich war der schmerzende Fuss und die leichte Gehbehinderung durch die Blase und Schwellung am linken Fuss mit ein Grund, dass ich im Moment weniger Lust hatte, zu Fuss oder sonst wie von Ort zu Ort zu reisen.

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Ich habe mir ein Bett gebucht in einer Herberge in der Nähe des Bahnhofes. Es ist das erste Mal, dass ich in Basel (und vom Ausland her in der Schweiz) ankomme und in einer kommerziellen Unterkunft verbleibe. Ich war nun wirklich ein Tourist. Und so fühlte es sich dann auch an: Die Vertrautheit und Wärme des Gast-Seins hat mir sofort gefehlt und konnte durch die lockere Atmosphäre und Stimmung in der Herberge nicht ersetzt werden. Doch die Möglichkeit als Tourist in einer vertrauten Umgebung zu sein und auch noch gleich mit vertrauten Leuten aus zu gehen oder zum Essen eingeladen zu sein, hat mir dann geholfen einen teil der Melancholie zu überwinden.

Gleichzeitig habe ich mich natürlich auch gefreut auf den Besuch hier. Ich werde die Gelegenheit haben verschiedene Gemeinschaften kennen zu lernen. Eine davon hat eine neue Webseite. Die neue Webpräsenz der Sunnehügel Gemeinschaft hat mich gleich in den Bann gezogen: Irgendwie räsoniert aus den Seiten und den Zeilen eine Vorstellung von Lebensgemeinschaft die ich schon lange mit mit trage. In wenigen Tagen werde ich den Ort und die Leute persönlich kennen lernen. Dann werde ich mir einen ersten Eindruck machen können von der Kongruenz der Worte und der Taten.

So geniesse ich die Tage in meiner Geburtsstadt. Es war nicht leicht die innere und äussere Ruhe zu finden, was sich ja auch darin ausdrückt, dass ich keine täglichen Blog-Einträge geschrieben habe während meiner Ankunft. Aber ich bin mir sicher, dass ich bald wieder neue Gedanken habe die ich mit der Welt teilen möchte.

*

For days, I am arriving here in Switzerland. I have not planned or intended a Napoleonic arrival. But it was still a unique experience:
From Mainz, I took a high-speed train along the Rhine to get to Switzerland. This is contrary to my intention of traveling slowly. But somehow I had the desire to arrive after the relaxing stay in Mainz. Of course, the sore feet and the slightly impaired mobility caused by a blister and swelling on the left foot were a reason for the decreased desire to travel on foot or otherwise, from place to place.

I have booked a bed in a hostel near the train station. It is the first time that I arrive in Basel (and from abroad in Switzerland) and that I check-in to a commercial accommodation. I really became a tourist. And it felt like that: I immediately missed the comfort and warmth of being a guest and it could not be replaced by the casual atmosphere and mood in the hostel. But the opportunity of being a tourist in a familiar environment and of going out or having dinner with familiar people helped me get over part of my melancholy.

At the same time, I was also looking forward to the visit. I will have the opportunity to learn about diverse intentional communities. One of them has a new website. The new website of the Sunnehügel community pulled me under its spell: it resonates the ideas about communal life that I have carried with me for so long. In a few days I will get to personally know the place and the people. After that I will be able to form my first impression about the congruence of words and deeds.

I enjoy the days at my birth place. It was not easy to find the inner as well as the outer peace. That is the reason why I did not write daily blog entries during my arrival. But I am sure I will have more thoughts to share soon.

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