Aufbruch – Departures #4

Ein treuer Wegbegleiter im Entlebuch - A forest spirit manifesting itself in the Entlebuch valley.
Ein treuer Wegbegleiter im Entlebuch – A forest spirit manifesting itself in the Entlebuch valley and watching over the trail.

After a full week of sharing life with the Sunnehuegel community, it was time for me to break camp and to start breaking trail again. After a hearty breakfast, I left in subzero temperatures with overcast skies. The last days, the sun tried to break through the clouds and the fog, but today grey was the main colour hue in the landscape of the Entlebuch.

I followed the hiking trail along the Little Emme River. In the vicinity of the towns, there were recent footprints in the snow. On the more remote sections, I followed the animal tracks, mostly fox and some deer. There were a few raptors perched in the trees along the river. It was quiet and peaceful. The river is following its course through the narrows and the wider sections with riparian habitats, surrounded by rocky outcrops that are decorated with curtains of icicles.

I need that distance and solitude in order to start processing the impressions gained during the previous week. The former monastery is a solid shell, a firm framework for community life. It becomes palpable very quickly, how these walls, the architecture separates the wider world from the more insular world of the Sunnehuegel community.

It is also the heritage of the Capuchin friars that continues to inspire the community and provide a frame for the common life. The Franciscan spirit informs many discussions and decisions within the community. The doors are open to guests, and hospitality is lived and celebrated. Besides the members of the core community, I got to know some supporters of the community from the surrounding area as well as from afar.

The aspect that I did not witness during this week was the experience of the common life. What are the ways the members of the core community relate to each other? How do they come to decide on questions of practical or philosophical-spiritual matters? But I realized quickly that I am back in Europe, back in Switzerland, where people are welcoming, but take their time to connect and reveal themselves. Building relationships is a process, not a matter of quick introduction and instant friendliness.

Therefore, I am back on the trail and will have time let the impressions ferment. The first impression is positive, the model of the community what I expected. Now it is time for both sides to discern whether it would be desirable to take the next step and start living and working together for a few months. This is the step where the initial splash will start drawing wider circles.

Nach einer ganzen Woche des gemeinsamen Lebens mit der Sunnehügel Gemeinschaft, war es Zeit für mich auf zu brechen und eine neue Spur zu pfaden. Nach einem herzhaften Frühstück, verließ ich den Ort bei Minustemperaturen unter bedecktem Himmel. Die letzten Tage versuchte die Sonne gelegentlich durch die Wolken und den Nebel hindurch zu brechen, aber heute war grau der wichtigste Farbton in der Landschaft des Entlebuchs.

Ich folgte dem Uferwanderweg der Kleinen Emme entlang. In der Nähe der Dörfer hatte es relativ frische Spuren im Schnee. Auf den abgelegeneren Abschnitten folgte ich Tierspuren, meistens Fuchs und manchmal Reh. Es gab ein paar Greifvögel die in den Bäumen entlang des Flusses lauerten. Es war ruhig und friedlich. Der Fluss fliesst durch enge Tobel und breitere Abschnitte mit Auenlandschaften, umgeben von Felsen, die mit Vorhängen von Eiszapfen verziert sind.

Ich brauche diese Distanz und Einsamkeit um anfangen zu können mit der Verarbeitung der Eindrücke der vergangenen Woche gewonnen. Das ehemalige Kloster ist eine feste Schale, ein solider Rahmen für ein Gemeinschaftsleben. Es wird sehr schnell spürbar, wie diese Wände, die Architektur, die übrige Welt von der inselhaften Welt der Sunnehügel Gemeinschaft abgrenzen.

Es ist auch das Erbe der Kapuziner, das weiterhin die Gemeinde inspiriert und einen Rahmen für das Gemeinschaftsleben bietet. Die franziskanischen Geist zeigt sich in vielen Diskussionen und Entscheidungen innerhalb der Gemeinschaft. Die Türen sind offen für Gäste und die Gastfreundschaft wird gelebt und gefeiert. Neben den Mitgliedern der Kerngemeinschaft habe ein paar Freunde der Gemeinschaft aus der Umgebung, wie auch aus der Ferne, kennen gelernt.

Einen Aspekt, den ich in dieser Woche nicht erleben konnte, war die tiefere Erfahrung des gemeinsamen Lebens. Wie leben die Mitglieder der Kerngemeinschaft ihre Beziehungen zueinander? Wie kommen sie zu Entscheidungen in praktischen oder philosophisch-spirituellen Angelegenheiten? Doch ich merkte schnell, dass ich wieder in Europa bin, wieder in der Schweiz bin, wo die Menschen freundlich sind, aber sich Zeit nehmen sich kennen zu lernen und sich an zu vertrauen. Der Aufbau von Beziehungen ist ein Prozess, nicht eine Frage der sofortige Freundschaft nach einer kurzen Vorstellungsrunde.

Daher bin ich wieder auf der Strecke was mir Zeit gibt die Eindrücke fermentieren zu lassen. Der erste Eindruck ist positiv; das Modell der Gemeinschaft ist was ich erwartet habe. Nun ist es an der Zeit für beide Seiten heraus zu finden, ob es wünschenswert wäre, den nächsten Schritt zu tun und gemeinsam für ein paar Monate zu leben und zu arbeiten. Dies ist auch der Schritt, wo das Anliegen anfängt weitere Kreise zu ziehen.

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