Tree of Life – Der Lebensbaum

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Vor vielen Jahren, als junger Mann, sah ich auf einem Markt für Kunsthandwerker eine Keramikskulptur die mich sofort ansprach: Der Lebensbaum.

(for an English translation, see below) Continue reading “Tree of Life – Der Lebensbaum”

Sonntagsausflug – A walk in the Park

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Bei traumhaftem, relativ warmem Winterwetter machte ich heute einen kleinen Aufstieg auf den “Hausberg” – und das ohne Schneeschuhe oder Tourenski Ausrüstung!

I enjoyed a short excursion on a public holiday in this exceptional pleasant winter landscape and weather. Starting point: my front door (downtown Tenna, Switzerland). Equipment: hiking boots. Trail mix: Cranberries (juicy) and Blueberries (dried) – both on the vine. Destination: “Schlüechtli” mountain, elevation 2283 m/7000 ft.

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Das Panorama über das Vorderheintal. Links die Signina Gruppe, dann Teile des Gotthard Massivs, die Glarnerberge von hinten, die Sardona Gruppe (davor die Ski Arena von Films und Laax, erkenntlich an den vier weissen Linien auf braunem Grund) und der Calanda. Ganz unten im Tal am rechten Rand die Stadt Chur.

This is the panorama looking north. To the left the Signina Group. In the centre the Rhine river and hardly visible the Grand Canyon of Switzerland (Ruinaulta), behind it the ski resorts of Flims, Laax Falera (The White Arena – Crap Sogn Gion – Vorab Glacier).  To the right the lower part of the Rhine valley and the city of Chur.

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Das Panorama Richtung Süden. Links der Calanda, dann der Heinzenberg, dahinter die Gipfel der Skigebiete von Lenzerheide, Arosa, und Davos, mit einzelnen Gipfeln des Engadins. Unter der Sonne, Piz Beverin und ganz rechts die Signina Gruppe.

This is the panorama looking south. To the left the Calanda mountain, towering above Chur. In the midsection, the peaks from the ski resorts of Heinzenberg, Lenzerheide, Arosa, and Davos, all lined up in neat rows (from front to back – dark to white). Unter the sun, Piz Beverin and the peaks of Nature Park Beverin and Nature Park Ela. To the right, the Signina Group.

 

Nearer to thee

For one week in October, I left the hermitage and enjoyed the hospitality of the Sunnehügel community in the former Capuchin friary in Schüpfheim, Switzerland. I was invited to experience, live in, and contribute to this intentional community. I spent many hours working in the vast garden, “praying with my practical hands”. As part of the community’s daily rhythm, there were times of work, times for quiet reflection, as well as prayer times. I experienced the impulses for the worship rather dry and sometimes fabricated.

One evening, everything changed. During the repetitive singing of Agios o Theos, an orthodox sounding hymn, the spirit reached out to the gathered group. Continue reading “Nearer to thee”

Näher zu dir

Letzte Woche habe ich im Sunnehügel, einer Gemeinschaft im ehemaligen Kapuzinerkloster, in Schüpfheim verbracht. Ich durfte, als Abwechslung von der Einsiedelei, die Gastfreundschaft dieser Gemeinschaft erleben, mit leben, und beitragen. Neben der Arbeit im Garten (“beten mit den Händen”) und den Zeiten die zum ruhigen Rückzug zur Verfügung standen, gab es auch Andachtszeiten. Die Impulse dazu erlebte ich als eher trocken und zum Teil gekünstelt.

Doch eines Abends ergab es sich ganz anders. Während einem sich wiederholenden Singen von Agios o Theos (Άγιος ο Θεός), einem orthodox anmutenden Lied, ergriff der Geist die versammelte Gemeinschaft. Continue reading “Näher zu dir”

happiness
Freude herrscht – auch wenn es regnet.

Expressions of happiness can be found in unexpected places and situations. I couldn’t help but to notice this dead tree and the fungi spreading happiness in a dark place on a wet and foggy day: So many eyes looking at me with a smile!

Ausdruck von Freude kann in unerwarteten Orten und Situationen gefunden werden. Ich konnte dieses Totholz und die Pilze in einem dunklen Waldstück an einem regnerischen Herbsttag einfach nicht übersehen: So viele Augen, die mich anschauten mit einem Grinsen!

The Doors

From one door to the next: I have moved out and moved in. The familiar door in Tenna is slowly overgrowing, the quarters behind falling into a long sleep until I will return to them next winter.

The new door stands open, the little house behind it ready to accommodate me for a while. This is my hermitage, a quiet place, that will serve me for my silent retreat.

Behind these massive stone walls hides a simple home, Continue reading “The Doors”

The Doors

Von einer Tür zur anderen: Nun bin ich aus- und umgezogen. Die vertraute Tür in Tenna wächst so langsam zu, die Wohnung wird in eine Art Dornröschenschlaf verfallen bis ich dann im Winter wieder dahin zurück kehre.

Die neue Türe steht offen, das kleine Haus dahinter ist bereit mich für einige Zeit zu beherbergen. Dies ist meine Einsiedelei, der Ort der Stille, in den ich mich nun zurück gezogen habe.

Hinter diesen dicken Steinmauern verbirgt sich ein einfaches Zuhause, Continue reading “The Doors”

Under the Rainbow

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Terra Vecchia (photo credit: David Marmet)

Liebe Freunde,

schon bald werde ich auf Reisen gehen. Nein, nicht in den Urlaub – vielmehr auf eine innere Reise. Ich werde mich für einige Zeit in eine Einsiedelei zurück ziehen, und zwar genau unter dem Regenbogen im obigen Bild.
Der Regenbogen als Symbol der Verbundenheit: “Ein Hauch positiver Energie der zwei unterschiedliche Orte mit einem nicht greifbaren Band zusammenhält.” Wir leben in einer stark säkularisierten Welt, aber auch in einer spirituellen; und dies braucht immer wieder einen Hauch positiver Energie um diese beiden unterschiedlichen Orte im Alltag zusammen zu halten.

Aus der Stille, auch der Stille des abgelegenen Ortes, werde ich hoffentlich Kraft schöpfen können um das Profane und das Sakrale zusammen kommen zu lassen. Denn dadurch werden ausserordentliche Kräfte frei gesetzt um meinen Auftrag im Leben zu erkennen, diesen um zu setzen, und um in dieser Welt positiv wirken zu können – etwas das in religiösen Worten vielleicht als Zeugnis für die Gnade Gottes im Leben eines Menschen umschrieben wird.

Ich werde mich zurück ziehen, aber nicht komplett der Welt verschliessen. An jedem Werktag vom September bis November werde ich zwischen 10 und 12 Uhr mein Telefon in Betrieb nehmen, Mails abrufen, und Besucher empfangen.


Dear Friends,

soon I will start travelling. No, I will not go on vacation – it will be rather an inner journey. I will retreat for some time to an hermitage, which is located somewhere under the rainbow in the above picture.

The rainbow is a symbol for connectedness: “A breeze of positive energy that connects two different places with an intangible ribbon”. We live in a strongly secularized world, as well as in a spiritual one; this always requires a breeze of positive energy in order to keep together the two divergent places in our everyday lives.

From the silence, also the stillness of the remote place, I hope to gather the strength to connect the profane and the sacred. Thus from there, extraordinary power will be released to recognize my call, to realize it, and to contribute in a positive way to this world – something that could be described in religious terms as testimony to the grace of God in the life a human being.

I will retreat, however I will not disconnect myself from the world. On every workday from September until November, I will turn on my phone, check the email, and receive visitors between 10 and 12 o’clock.

Weise aus dem Morgenland

For an English version, pick up your favourite bible and read along from Matthew, 2:1-12.

“Als Jesus in Betlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, seht, da kamen königliche Magier aus dem Osten nach Jerusalem. Continue reading “Weise aus dem Morgenland”

WeihnachtsGeschichte

For an English version, pick up your favourite bible and read along from Luke, 2:1-20.

“In jenen Tagen aber erließ Kaiser Augustus den Befehl, dass sich der ganze Weltkreis registrieren lassen sollte. Diese Eintragung war die erste und sie geschah, als Quirinius Statthalter in Syrien war. Alle machten sich in ihre Heimatstadt auf, um sich eintragen zu lassen.

Auch Josef ging Continue reading “WeihnachtsGeschichte”

Coffee Wisdom (+de)

 

Coffee Ring Poem
A poem on a napkin from a coffee shop…

I have written down this poem on a napkin after having enjoyed coffee in one of the coffee shops in Whitehorse, Yukon. Or was it in Victoria, BC? Place does not matter in this instance.

The short poem embodies for me that particular mood that follows me on occasion when I am surrounded by many people – the illusion of company.

And the confidence.

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Ich schrieb dieses Gedicht vor längerer Zeit auf einer Serviette in einer Kaffeestube in Whitehorse, Yukon Territorium. Oder war es vielleicht in Victoria, Britisch Kolumbien? Auf den Ort kommt es ja nicht darauf an.

Es ist schwierig den kurzen Text sinngemäss ins Deutsche zu übersetzten weil er auch anglophone Wortspielereien enthält:

Jeden Tag
kaufe ich mir
die Illusion von Gesellschaft.
"Ist das zum hier geniessen oder zum mitnehmen?"
"Na, dann lass uns gehen."

Das kurze Gedicht verkörpert für mich die Stimmung die mich gelegentlich befällt wenn ich umgeben bin von vielen Leuten – die Illusion mit all den Leuten etwas zu tun zu haben.

Und natürlich auch die Zuversicht.

An old coffee story

Another old coffee story

Samichlaus (+en)

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Wie beinahe jedes Jahr finde ich um diese Jahreszeit die Inspiration nach alter Tradition für den 6. Dezember “Grittibänze” zu backen. Wir haben die Tradition aufleben lassen als die Kinder sich für´s backen, aber auch für die Kreativität beim Teig machen und formen der Figuren haben begeistern lassen. Das Bild unten ist sicher schon zehn Jahre alt und zeigt wie Kinder, die in einem anderen kulturellen Umfeld aufgewachsen sind, sich ans Thema Samichlaus (St. Nikolaus) und Grittibänz gemacht haben. Sie haben damals ganze Familien von Grittibänzen, inklusive “Grittikatzen”, geschaffen.

Grittibaenz

Following the old Swiss tradition for Nicholas’ feast day, I baked another batch of “Grittibänze” this year. This is part of my anti-consumerist advent and Christmas celebrations.

I just talked to a ninety year-old lady who remembered that there were no Christmas presents in her childhood. This was partly due to the cultural traditions of the Walser people, but mainly a consequence of subsistence lifestyle and poverty.

However, they received from St. Nicholas on December 6th a helping of apples, pears, and nuts. The mandarin oranges became part of the mix in recent years, as the roads and the means of transportation in the Safien Valley improved in the 1950’s with the construction of the hydro power plant.

Ein neuzig jährige Frau hat mir kürzlich erzählt, dass sie als Kinder keine Weihnachtsgeschenke kannten. Sie wurden jedoch jährlich vom Samichlaus mit Äpfeln, Birnen und Nüssen beschenkt. Mandarinen kamen erst später dazu als die Versorgungslage mit dem Ausbau der Strassen, im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau, verbessert wurde. Die Walser lebten vor 90 Jahren noch weitgehend als Selbstversorger und daher in relativer Armut.

Betrachtungen zur Fastenzeit

In der Kirche Tenna, Gemeinde Safiental, Schweiz, gibt es einen bemerkenswerten Passionszyklus. Dieser wurde im Jahr 1408 von einem unbekannten Künstler in der Tradition des Waltensburger Meisters als Fresken angelegt. Die Fresken inspirieren mich immer wieder zu Betrachtungen: Wie kann ich diese spätmittelalterlichen Darstellungen mit modernen Augen sehen? Was sagen mir die biblischen Darstellungen in der heutigen Zeit?

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Passionszyklus (Garten Gethsemane), Kirche Tenna, GR, um 1408, unbekannter Künstler

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Spiritual restlessness

It is in part my own unsettled feeling that has made me pay attention to an article titled The Spirituality of Restlessness in a pamphlet by the Friends World Committee for Consultation.

When everybody else is calm and restrained, and you feel the call to go...
When everybody else is calm and restrained, and you feel the call to go…

In this pamphlet, Snyder (2010) describes spiritual restlessness as archetypal. He describes it as “the call to leave the known for the unknown” (Snyder, p. 2). He makes the assertion that it is found in all religious traditions. Continue reading “Spiritual restlessness”