Passionszyklus (Judaskuss), Kirche Tenna, GR, um 1408, unbekannter Künstler
Der Bruderkuss, ausgedrückt in den Augen mit einer offensichtlichen Innigkeit; daneben ein sich abwendender Beistehender. Die farbige Gruppe der Hauptfiguren ist im Hintergrund umgeben von einer übermächtigen Gruppe – kalt, bedrängend, bedrohlich. Continue reading “Betrachtung zur Fastenzeit #2”→
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Passion of Christ fresco (Garden Gethsemane), Kirche Tenna, GR, about 1408, unknown artist
One person is in distress, profusely sweating on his face and on his hands. The others, very close to him, are sleeping – complacent, feeling safe, a sword in hand. Continue reading “Lenten Meditation #1”→
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Passionszyklus (Garten Gethsemane), Kirche Tenna, GR, um 1408, unbekannter Künstler
Einer schwitzt, sorgt und fürchtet sich. Die anderen sind ganz nahe, doch sie schlafen – selbstzufrieden, sich in Sicherheit wähnend, das Schwert bei Fuss. Continue reading “Betrachtung zur Fastenzeit #1”→
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Als Author dieses Blogs wundere ich mich immer wieder, welche Themen und Artikel wohl die Leser ansprechenden und interessieren. Hier ist eine List der meistgelesenen Einträge von OFRADIX:
As the author of this blog, I always wondered which topics and articles would be most meaningful and interesting for the readers. Here ist the list of the most read entries of OFRADIX:
Erster Teil eines Vortrages von Ben Pink Dandelion anlässlich der Jahresversammlung der kanadischen Quäker in Kemptville, Ontario, im August 2013.
Ben Pink Dandelion beginnt seine Vortragsreihe mit der Bemerkung, dass das Christentum eine Religion ist die aufgebaut ist auf unerfüllter oder enttäuschter Erwartung/ Vorfreude („frustrated anticipation“): Sozusagen auf dem Warten auf den Höhepunkt von Gottes Plan für die Welt, was er beschreibt als die zweite Wiederkunft Christi („the second coming of Christ“).
Die Geschichte des Christentums handelt gemäss Albert Schweizer im grossen und ganzen von Verzögerung oder Aufschub. Es sei die Aufgabe der ersten Christen gewesen diese Verzögerung in den Griff zu kriegen. Es war das Warten auf die Endzeit, also standen alle in einer Zwischenzeit (mean time). Die frühen Christen mussten in dieser Übergangszeit leben.
Dandelion verweist auf die Arbeiten von zwei Bibelwissenschaftlern, die die Basis bilden für die folgenden Ausführungen. Das Buch „Paul´s Necessary Sin: The Experience of Liberation“ von Timothy Peat Ashworth und „Heaven on Earth: Quakers and the second coming“ von Doug Gwyn.
Various Friends observed during a recently held retreat on theSpirituality of John Woolman how amazing it was that the main concerns raised by Woolman some 250 years ago were still current today. On the surface it seems unlikely: we no longer have to deal with slave trading, stage coaches, or buttons as unnecessary things on clothes. However, the way we relate to and treat people, mainly the ones that are not the way we are, and the matters of business and commerce are still very much on the agenda today.
As a child of the sixties I am used to see problems and injustices, to denounce them, and to call for solutions. Together with my generation I was shocked by the witnessed use of violence in Biafra, the recognition of the limits of energy resources, and the advancing pollution of our environment. The grievances affected us and we eagerly sought solutions to turn away the disasters, which seemed to threaten our privileged lifestyles. We collected for charities, travelled by train from one meeting to another, and bought many of our consumer products grown organically or trade through alternative market channels.
Während einer kürzlich abgehaltenen Retraite zum Thema Spiritualität von John Woolman bezeugten verschiedene Freunde, dass es erstaunlich sei wie aktuell die Grundanliegen, die Woolman vor 250 Jahren vorbrachte, heute noch sind. Oberflächlich betrachtet scheint das unwahrscheinlich, denn wir müssen uns nicht mehr mit Slavenverkauf, Postkutschen, oder Knöpfen als Überflüssigkeiten an Kleidern auseinander setzen. Doch die Thematiken des Umgangs mit den Menschen, vor allem denen die nicht sind wie wir, und des Umgangs mit unseren Angelegenheiten und Geschäften sind nach wie vor höchst aktuell.
Als ein Kind der Sechziger Jahre bin ich mir gewohnt, Probleme und Ungerechtigkeiten zu sehen, an zu prangern und nach Lösungen zu rufen. Ich war mit meiner Generation schockiert über die Zeugnisse von Gewaltanwendung aus Biafra, die Verknappung der Energiereserven, die fortschreitende Verschmutzung der Umwelt. Die Missstände machten uns betroffen und wir suchten eifrig nach Lösungen um die Katastrophen ab zu wenden, die unsere privilegierten Lebensweisen zu bedrohen schienen. Wir sammelten für Hilfswerke, reisten mit dem Zug von einer Versammlung zur andern, und erstanden viele unserer Konsumgüter aus biologischen Anbau oder alternativen Marktkanälen.
What is a Quaker? – a brief, illustrative, and humorous answer provided from the insights of a Quaker scholar.
Excerpt from the 2013 Quaker Study Series at the Canadian Yearly Meeting by Ben Pink Dandelion.
For the full lecture in five parts, please go to the following page: http://vimeo.com/user20788368/videos
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Here is the promised link to the final instalments of the study sessions by Ben Pink Dandelion, held in August 2013 at the Canadian Yearly Meeting of the Religious Society of Friends:
for the previous sessions, please follow these links:
Healthism is a holistic ideology, which focuses on an individual’s responsibility for his/her health based on informed choice (MacDonald, 1998). Health promotion is deeply embedded in this ideology. Healthism is the culmination of individualistic and consumerist thought, making one’s own body as the sole focus of values and decisions. Health, as a narrowly defined medical standard, and beauty, as expressed in outward physical appearance, become the most important indicators of personal well-being. In combination with these individualistic thinking patterns, the physical environment is being seen as a constant threat to human health and well-being. Society and cultural expression become almost irrelevant in the context of health.
Pfarrkirche in Vrin, GR, Switzerland: Gedenkstätte für die Pestopfer – Memorial for the victims of the Black Death.
„Healthism“ (aus dem Englischen und ungefähr mir Gesundheitswahn übersetzbar) ist eine ganzheitliche Ideologie die darauf aufgebaut ist das jedeR Einzelne, auf der Grundlage von bewussten Entscheidungen, verantwortlich ist für ihre/seine Gesundheit und Wohlergehen. Gesundheitsvorsorge ist mitunter ein wichtiger Teil dieser Ideologie. Healthismus ist eine Kulmination von individualistischen und konsumorientierten Gedankenwelten, die den eigenen Körper ins Zentrum stellt für alle Wertüberlegungen und Entscheidungen. Gesundheit – in der Form eines eng definierten medizinischen Standards – und Schönheit – ausgedrückt in der äusserlichen körperlichen Erscheinung – werden somit die wichtigsten Indikatoren für das persönliche Wohlbefinden. Dazu kommt noch, dass in dieser Denkweise die natürliche Umwelt als konstante Bedrohung für die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen angesehen werden. Gesellschaft und Kultur werden beinahe bedeutungslos in dieser Vorstellung von Gesundheit.
Pfarrkirche in Vrin, GR, Switzerland: Gedenkstätte für die Pestopfer – Memorial for the victims of the Black Death.
Healthismus ist eine Ausdruck von extremen Privilegien. Die Ideologie macht uns vor dass wir die Schöpfer unseres Schicksals und unserer Bestimmung sein können. Continue reading “Gesundheitswahn”→
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Affluenza: “Konsumismus, auch Konsumerismus oder Konsumentismus (von lat. consumere – verbrauchen), ist ein übersteigertes Konsumverhalten zum Zweck der gesellschaftlichen Distinktion oder des Strebens nach Identität, Lebenssinn und Glück.” (Wikipedia)
Eine satirische Abhandlung über einen potentiellen Ausbruch einer ansteckenden Krankheit in den USA hat mich gerade wieder in der Vorweihnachtszeit stark berührt. Affluenza, ein Begriff der im Englischen tönt wie Influenza (Grippe), ist ein Konstrukt das schon vor einigen Jahren geprägt wurde um aus gesellschaftskritischer Sicht auf unser für normal gehaltenes Konsum- und Sozialverhalten aufmerksam machen.
Hier gibt es eine tolle filmische Umsetzung der Problematik: Kinder und Jugendliche die in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft aufwachsen haben oft keine Vorstellung, dass nur die wenigsten, auch in unseren Kulturkreisen, derart privilegiert sind. Das Video ist in Australien gemacht; hier eine Version mit deutschen Untertiteln.
Centers for Disease Control and Prevention Director Dr Thomas R Frieden released numbers on the current outbreak of affluenza in the US at a press conference Monday morning, painting a chilling picture of the dangers posed to the population, in particular the wealthy.
“The latest affluenza case in Texas merely underscores the need to take steps in the development of preventative measures,” Frieden said to the press, in reference to Ethan Couch. Couch is the Texas teen who barely escaped up to 20 years in prison when his condition was revealed to have caused him to kill four people in a drunk driving accident, paralyzing a fifth person. “A young boy’s life has taken a tragic, irrevocable turn,” Frieden continued. “Ethan Couch’s life will forever center around his treatment. We hope our estimate, which indicates about 3 million or so of the wealthiest Americans could…