Coffee Wisdom (+de)

 

Coffee Ring Poem
A poem on a napkin from a coffee shop…

I have written down this poem on a napkin after having enjoyed coffee in one of the coffee shops in Whitehorse, Yukon. Or was it in Victoria, BC? Place does not matter in this instance.

The short poem embodies for me that particular mood that follows me on occasion when I am surrounded by many people – the illusion of company.

And the confidence.

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Ich schrieb dieses Gedicht vor längerer Zeit auf einer Serviette in einer Kaffeestube in Whitehorse, Yukon Territorium. Oder war es vielleicht in Victoria, Britisch Kolumbien? Auf den Ort kommt es ja nicht darauf an.

Es ist schwierig den kurzen Text sinngemäss ins Deutsche zu übersetzten weil er auch anglophone Wortspielereien enthält:

Jeden Tag
kaufe ich mir
die Illusion von Gesellschaft.
"Ist das zum hier geniessen oder zum mitnehmen?"
"Na, dann lass uns gehen."

Das kurze Gedicht verkörpert für mich die Stimmung die mich gelegentlich befällt wenn ich umgeben bin von vielen Leuten – die Illusion mit all den Leuten etwas zu tun zu haben.

Und natürlich auch die Zuversicht.

An old coffee story

Another old coffee story

Environmental Walk of Shame

Three times a year, I have to declare defeat.

Eine deutsche Fassung gibt es hier zu lesen: Aus den Augen, aus dem Sinn

As much as I try, I am unable to avoid disposing another bag of trash that can neither be reduced, nor reused, nor recycled at this time.

In order to become more aware of my personal impact on the environment, I tried to follow my own garbage from the source (that´s me) to the ocean (I sure hope not!). Continue reading “Environmental Walk of Shame”

Adventsfenster Tenna 2015

Here is our village-sized advent calendar: Every year the people of Tenna and some businesses decorate 24 windows that will be illuminated at night. It is a beautiful tradition to stroll through the village in the winter evenings to go and see the many creative works. Click on the images to see a larger format.

Die Landfrauen von Tenna laden alle Bewohner und Gäste wie jedes Jahr ein, sich auf einem stimmungsvollen Adventsspaziergang an den vielen Adventsfenstern im Dorf und den Fraktionen zu erfreuen. Klick auf die Bilder um sie grösser zu sehen.

Winter Wonder Land

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Winter Wonder Land in the Safien Valley (Nature Park Beverin), Switzerland

Winterlandschaft im Safiental (Natur Park Beverin), Schweiz

 

To see the full size panorama, please come and visit; for a larger picture, click on the image to enjoy it – Um das Panorama in voller Grösse zu sehen, komm bitte auf Besuch. Für ein grösseres Photo klicke bitte auf das Bild um es geniessen zu können.

The nights are as spectacular as the days! – Die Nächte sind mindestens so spektakulär wie die Tage.

PanoramaMitte

Samichlaus (+en)

Grittibaenz2

Wie beinahe jedes Jahr finde ich um diese Jahreszeit die Inspiration nach alter Tradition für den 6. Dezember “Grittibänze” zu backen. Wir haben die Tradition aufleben lassen als die Kinder sich für´s backen, aber auch für die Kreativität beim Teig machen und formen der Figuren haben begeistern lassen. Das Bild unten ist sicher schon zehn Jahre alt und zeigt wie Kinder, die in einem anderen kulturellen Umfeld aufgewachsen sind, sich ans Thema Samichlaus (St. Nikolaus) und Grittibänz gemacht haben. Sie haben damals ganze Familien von Grittibänzen, inklusive “Grittikatzen”, geschaffen.

Grittibaenz

Following the old Swiss tradition for Nicholas’ feast day, I baked another batch of “Grittibänze” this year. This is part of my anti-consumerist advent and Christmas celebrations.

I just talked to a ninety year-old lady who remembered that there were no Christmas presents in her childhood. This was partly due to the cultural traditions of the Walser people, but mainly a consequence of subsistence lifestyle and poverty.

However, they received from St. Nicholas on December 6th a helping of apples, pears, and nuts. The mandarin oranges became part of the mix in recent years, as the roads and the means of transportation in the Safien Valley improved in the 1950’s with the construction of the hydro power plant.

Ein neuzig jährige Frau hat mir kürzlich erzählt, dass sie als Kinder keine Weihnachtsgeschenke kannten. Sie wurden jedoch jährlich vom Samichlaus mit Äpfeln, Birnen und Nüssen beschenkt. Mandarinen kamen erst später dazu als die Versorgungslage mit dem Ausbau der Strassen, im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau, verbessert wurde. Die Walser lebten vor 90 Jahren noch weitgehend als Selbstversorger und daher in relativer Armut.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Genug Heu für alle da! (photo credit: Jessica Jonker)

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, wie es zur Zeit in der Schweiz oder in Kanada zur Diskussion steht, ist meines Erachtens ein relativ hilfloser, ökonomischer Ausdruck für die Tatsache dass jeder Mensch Würde hat und deshalb wichtig ist.

In einer Gesellschaft, die so dominiert ist von einem Weltbild der Wirtschaftlichkeit und Effizienz, in welcher menschliche Werte nebensächlich und zweitrangig werden, und in welcher unsere Umwelt und die Schöpfung bloss als ausbeutbare Ressourcen erachtet werden, braucht es wieder einmal einen Gedankenanstoss – so utopisch dieser scheinen mag – um uns in Erinnerung zu rufen, dass alle Menschen Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme brauchen um leben zu können.

Basic guaranteed income

Genug Heu für alle da!
There is enough for everyone! (photo credit: Jessica Jonker)

The idea of a basic guaranteed income, as it is being discussed right now in Switzerland or in Canada, is in my estimation a relatively helpless, economic expression of the fact that each human being has dignity and thus is important.

In a society, in which the paradigms of economy and efficiency are so dominant, in which human values become secondary considerations, and in which our environment and the creation are degraded to exploitable resources, we need another thoughtful hint – as utopian as it may seem – to remember that we as human beings need solidarity und mutual respect in order to live.

Snow Mobile – mobil im Schnee

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Who is out for a walk making tracks in the fresh snow? – Wer ist denn da unterwegs im frischen Schnee?

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Continue reading “Snow Mobile – mobil im Schnee”

Betrachtungen zur Fastenzeit

In der Kirche Tenna, Gemeinde Safiental, Schweiz, gibt es einen bemerkenswerten Passionszyklus. Dieser wurde im Jahr 1408 von einem unbekannten Künstler in der Tradition des Waltensburger Meisters als Fresken angelegt. Die Fresken inspirieren mich immer wieder zu Betrachtungen: Wie kann ich diese spätmittelalterlichen Darstellungen mit modernen Augen sehen? Was sagen mir die biblischen Darstellungen in der heutigen Zeit?

TennaP1
Passionszyklus (Garten Gethsemane), Kirche Tenna, GR, um 1408, unbekannter Künstler

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Looking at the former self
Looking at the former self – Betrachtung des früheren Selbst

This is a follow up to the Spring Forward post: One of the caterpillars had to shed the more youthful skin to allow for growth. Now it is examining the hull of the former self.

Eine der Raupen musste sich häuten um Platz zu machen für den natürlichen Wachstum. Nun kann sie die vormalige Haut noch betrachten.

Feeding Time
Feeding Time
Growing and glowing
Growing and glowing

Metamorphosis 1

Unfolding potential
Unfolding potential – Das Potenzial entfalten

Here is one more impression from my desk: I had these twigs cut for an outdoor decoration this winter. Two weeks ago, I took them inside, put them in water, and they start to unfold their potential. Never toss out a dry stick!

Eine weitere Impression von meinem Schreibtisch: Diese Zweige hatte ich anfangs Winter geschnitten um eine Aussendekoration zu gestalten. Vor zwei Wochen nahm ich sie ins Haus, stellte sie ins Wasser, und nun beginnen sie ihr volles Potenzial zu entfalten. Deshalb wirf den wertlosesten Stecken nicht einfach weg!

 

 

 

ecosystem at home

 

The indoor season is far advanced in comparison to the outdoors! Can there be a butterfly in winter?

Die Jahreszeit auf meinem Bürotisch korrespondiert nicht mit der vor dem Fenster! Kann es denn Schmetterlinge im Winter geben? Continue reading “Spring forward”

“I name you Samuel” (+de)

(c) 2001, Athabasca Witschi

To see, read, and enjoy the full story, please scroll down:

Um die ganze Geschichte zu sehen, zu lesen, und zu geniessen, bitte weiter scrollen:

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Mutige Worte aus der Chefetage

Anstelle von Nettigkeiten und Belanglosigkeiten, hat Franziskus, Bischof von Rom, mit seiner Führungselite eine ehrliche Einschätzung der Situation geteilt. Ich denke, die folgenden Worte sind auch für die Gesellschaft von heute durchaus treffend.

Artwork by Niki  de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
Artwork by Niki de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
  1. Die Krankheit, sich für unsterblich oder unverzichtbar zu halten

„Eine [Organisation], die nicht zur Selbstkritik fähig ist, die sich nicht erneuert, die nicht versucht, sich zu verbessern, ist ein kranker Leib“. Dies sei die Krankheit derer, die sich in Herren verwandelten und sich über allen und nicht im Dienst aller fühlten. Diese Krankheit entstamme oft der „Pathologie der Macht“, dem „Komplex, sich erwählt zu fühlen“, dem Narzissmus.

  1. Die Krankheit des exzessiven Tätigseins

Der Papst nannte diese Krankheit den „Marta-ismus“, Continue reading “Mutige Worte aus der Chefetage”

Brave words from the top

Instead of pleasantries and platitudes, Francis, bishop of Rome, shared with his executive staff an honest assessment of the situation. I think, the following words are applicable to the wider society of today.

Artwork by Niki  de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.
Artwork by Niki de Saint Phalle at the Grotto at the Royal Herrenhäuser Gardens in Hannover, Germany.

The first is “the sickness of considering oneself ‘immortal’, ‘immune’ or ‘indispensable‘, neglecting the necessary and habitual controls. A[n organization] that is not self-critical, that does not stay up-to-date, that does not seek to better itself, is an ailing body. … It is the sickness of the rich fool who thinks he will live for all eternity, and of those who transform themselves into masters and believe themselves superior to others, rather than at their service”.

The second is “’Martha-ism’, or excessive industriousness; the sickness of those who immerse themselves in work, Continue reading “Brave words from the top”